zuhören

es gibt ein Medium, das liebe ich sehr: Hörspiele.

in meiner Kindheit waren es Helden wie Moppi, Pittiplatsch, Schnatterine oder Herr Fuchs und Frau Elster, die mich stundenlang bei jedem Wetter vor dem Schallplattenspieler festhielten. aber auch Märchen waren der Hit. in meiner Jugend mochte ich die Hörspiele nicht mehr so gerne leiden, auch weil es ja teils uncool war, sowas zu hören... aber dann entdeckte ich das Kulturradio und deren unermüdliche Stunde des Hörspiels und es war um mich geschehen.

als meine älteste Tochter auf die Welt kam, kramte ich die alten Platten wieder raus, erweiterte die Sammlung um neue Hörspiel wie Ritter Rost und Co. und was soll ich sagen, meine Töchter lieben alle - ohne Ausnahme - das Hörspiel. wobei ich zugeben muss, die eine mehr, die andere weniger. aber alle eint die gleiche Faszination, die das Hörspiel schon auf  mich hatte. es ist diese unendliche Ruhe bei gleichzeitiger Aufregung, gepaart mit dem wenigen Minuten des Zuhörens, des sich Berieselnlassen und vielleicht auch ein Hauch Kindheitserinnerung, wenn Mama und Papa abends vor dem Zubettgehen noch eine Geschichte lasen... mit der gleichen Stimme des müden Abends, die viele Vorleser von Hörspielen auch haben. alle eint das Beruhigen wollen... es hat was von einem Zusammenrücken, Festhalten, etwas sehr Altem. 

musste man früher eine riessige Auswahl an Schallplatten, Kassetten oder CDs im Haus haben, um ein wenig Abwechslung im Programm zu gestalten, so geht das heute viel leichter. ich höre Hörbücher mit Audible gerne während ich koche, mein Mann während er Auto fährt und meine Kinder, wenn sie dringend Ruhe brauchen, zum Beispiel während der Mittagspause. dann klingt es leise aus ihren Zimmern. wenn ich dann auf Zehenspitzen in die Zimmer schaue, sind meine Kinder ganz weit weg, in einer eigenen Welt, auf einer Reise geführt von Worten und der Melodie der Stimme. so wie ich als ich noch ganz klein war.

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit Audible



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