und dann: Ferien

früher waren die Sommerferien immer super lang. sie waren schier endlos. angefüllt mit tausenden Tagen Schwimmbad und unendlicher Freiheit. die Freunde waren da, das Wasser war warm, der Roggen stand hoch, die Luft war voller Ideen. seltsamerweise wuchsen auch im Sommer die Süßkirschen in den Bäumen und die Glühwürmchen tanzten bis in den September... und so vermengen sich die Erinnerungen der Kinderjahre zu einem großen Ganzen.
die Sommerferien als Mama sind immer noch endlos. angefüllt mit tausenden Tagen Schwimmbad. es sind andere Erinnerungen. ein wenig fern von Freiheit. aber das Wasser ist warm, die Sonne scheint, der Weizen steht hoch und die Luft ist voller Ideen.. vorrangig den Ideen meiner Kinder. ... und ich kann mich gut erinnern, wie die Sommerferien mit den Kindern waren, als sie noch kleiner waren: wir hatten ein geflügeltes Wort: überleben. das lag ganz sicher auch daran, dass die Ideen der Kinder sich mit den Ideen der Erwachsenen irgendwie nicht überein bringen ließen. lang schlafen zum Beispiel. ich mag das ja. wenn ich frei habe, dann möchte ich lang schlafen. Kinder sehen das oft anders. gerade wenn sie frei haben, sind sie wach. gerne mit Sonnenaufgang. da können Vormittage schon mal lang werden. und lange Vormittage bringen Streß .. .muss ja nicht sein. allerdings kann Frau halb komatös nicht stundenlang puzzeln oder Memorie spielen. also sind wir an solchen Tagen direkt nach dem Frühstück ins Schwimmbad oder auf den Spielplatz oder in den Wald gefahren. nun da die Kinder größer sind - und zwar alle 5 - ist die Welt ein wenig entspannter. das lange Schlafen hat sich durchdefundiert bis zum  jüngsten Kind. das frühe Erstürmen der Welt bleibt aus.
so sind die Süßkirschen zwar abgeerntet, die Glühwürmchen weitestgehend mit ihren Tänzen durch für dieses Jahr, aber Sommerferien haben immer noch diesen Geschmack nach Freiheit... kindlicher Freiheit. mit Schwimmbad, Tonnen an Eiscreme und voller Ideen. 

Kommentare

  1. Liebe Denise,
    das klingt wundervoll und tatsächlich auch so, als wenn ihr nun (wieder) alle die Zeit genießen könnt.
    Sommer, das heißt doch auch Leichtigkeit.
    Meine Kinder sind ja längst aus dem Haus, ich hasste den Geruch des Chlorwassers im Schwimmbad und die bleiernde Müdigkeit am nächsten Morgen, wenn der Wecker klingelte, weil die Kinder zwar Ferien, ich jedoch nicht so viel Urlaub hatte.
    Heute ist noch immer Sommer, aber es gibt hier für niemanden mehr Ferien. Das erfüllt mich mit soviel Wehmut und Sehnsucht nach alten Zeiten, dass ich manchmal verstohlen ein Tränchen aus dem Augenwinkel wegwischen muss...
    Eine gute Zeit dir.
    Herzlicher
    Claudiagruß

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    1. Liebe Claudia,

      Sommer ist Leichtigkeit! definitiv für mich auch! ich drücke ein Tränchen mit dir mit, denn ich weiß, wie scheußlich ein Sommer ohne Ferien ist. vergangenen Sommer musste ich durcharbeiten.. ganz scheußlich war das! und ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wie das mal werden soll, wenn ich keine kleinen Kinder mehr habe ?? fühl dich sehr gedrückt! liebe Grüße, Denise

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